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SURFACE SURFING

 

transportiert Gefühle an die Oberfläche.

 

Sie werfen einen Schatten, hinterlassen einen Klang und lassen den Raum hinter den Grenzen des Sichtbaren ahnen.

 

Die Performance:

 

Eine Wand aus weissem Papier trennt den Aktions- vom Zuschauerraum.

 

Der Raum befindet sich in einem Keller, Ausgangspunkt  und Inspirationsquelle für die Entwicklung der Performance SURFACE SURFING.

 

Der Keller ist ein abgeschlossener unter der Erdoberfläche liegender Raum. Meist ist er ohne Fenster oder nur spärlich beleuchtet. Eine metaphorische Entsprechung unserer Gefühlswelt.

 

Die Handlung spielt sich gänzlich hinter der Papierwand ab.

Lichtquellen lassen Bilder entstehen, Schatten auf der Wand.

Reale Konturen lösen sich auf. Der Schatten als Andeutung, eine Einladung den eigenen Assoziationen zu folgen.

Die Bilder werden begleitet von Geräuschen: dem Kratzen von Fingernägeln auf Metall, in einen Karton geworfene Kastanien, dem Reiben von Pappe auf Teppichboden, dem Plätschern von Wasser, das in ein Gefäss gegossen wird.

Mit dem dünner werdenden Scheppern von etwas Festem, das in einem Metallgefäss geschwungen wird, klingt die Performance aus.

Das Licht geht aus.

Die Räume werden wieder zu einem.

 

Was bleibt, ist die Erinnerung.

 

 

mit Betty Stürmer

 

1998, Gefühlskompressor I, Berlin, Deutschland