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SOLE E AMORE

 

 

Neapel, meine inzwischen  gestorbene Freundin, die Künstlerin Angelika Ducamin, und ich, im tiefsten Süden von Italien.

Wir waren jung. Es war heiß. Ständig sprachen wir über Kunst. Etwas, was wir gesehen hatten, was wir getan hatten oder einer unserer Freunde, über Möglichkeiten, etwas zu tun.

Wir tauchten ein in das aufregende Leben dieser quirligen Stadt voller Widersprüche. Als allein reisende junge Frauen genossen wir den Rang des Besonderen. Und natürlich waren jede Menge Männer um uns, die vor allem eines wollten: Liebe, ein schnelles Erlebnis oder zumindest das Spiel damit.

 

Die Performance:

 

Ausgangsmaterial war das, was im Überfluss da war:

 

die Sonne, die Liebe und das offenkundige Begehren

Wir hängten ein Bettlaken auf und trugen Kostüme aus dem was wir vorfanden: alte Autoreifen und schwarze Unterröcke.

Dann zogen wir uns aus, bemalten uns mit den Farben der Sonne, gelb und orange, und druckten unsere Hintern auf das Laken.

 

mit Angelika Ducamin (✝1999)

 

1987, Neapel, Italien